Praxis · 16. Januar 2023
Beziehung – Projektion
In Beziehungen wird immer auch projiziert. Projektion ist durchaus positiv und sogar notwendig. Ohne Projektion keine Beziehung. Es kommunizieren zwei Personen mehr oder weniger bewusst, und es kommuniziert auch deren Unbewusstes, Das Unbewusste ist gegengeschlechtlich und daraus entsteht das innere Bild des Partners (Animus), der Partnerin (Anima). Daher kann man am anderen sich selbst kennenlernen. Entscheidend ist, dass Projektion und Realität nicht zu sehr voneinander abweichen.
Spiritualität · 14. Januar 2023
Kind und Gott – oder „das Göttliche Kind“
Der Mensch bewegt sich im Spannungsfeld zwischen außen und innen, männlich und weiblich, oben und unten. Das kann zu einer in sich gespaltenen Psyche führen. Der Archetypus des Göttlichen Kindes führt zur Vereinigung dieser äußersten Gegensätze.
Praxis · 29. Oktober 2022
Die Entwicklung und Symbolik von männlich und weiblich
Die Diskussion um Mann und Frau, männlich und weiblich wird heute sehr oberflächlich. Für die einen gibt es nur den männlichen Mann und die weibliche Frau, für die anderen gibt es 37 Geschlechter – das eine ist so unsinnig wie das andere. Das patriarchale Denken – in dem wir heute, ob Mann oder Frau, leben, ist nicht imstande, mit Komplexität umzugehen. Und durch die Verdrängung der Psyche ist ein Verständnis des Symbolischen unmöglich.
Praxis · 12. Juli 2022
Götterdämmerung – Borderline-Beziehungen
Borderline ist eine schwer zu verstehende Persönlichkeitsstörung an der Grenze zwischen zwei Bereichen. Borderline-Persönlichkeiten werden oft von negativen Emotionen übermannt, die dem anderen wie ein Vulkanausbruch erscheinen. Es ist etwas Übermächtiges, „Göttliches“, das ambivalent ist, d.h. Schönes und Schreckliches verbindet. Jung nennt das die Vatergottheit (Jahwe). Die Borderline-Persönlichkeit ist auf der Suche nach dieser ursprünglichen ambivalenten Vatergottheit.
Praxis · 10. April 2022
Machen, Macht, Magie - Das Charisma der Narzissten
Wir scheinen heute, was die Außenwelt betrifft, in einem technischen Zeitalter, und was die Innenwelt und Beziehungen betrifft, in einem narzisstischen Zeitalter zu sein. In beiden Aspekten geht es um Machen, Macht und Magie. Das ist bestenfalls eine zaghafte Weiterentwicklung, in anderer Hinsicht ein Steckenbleiben in einer frühen Phase der Menschheitsgeschichte und der Individualentwicklung.
Praxis · 18. März 2022
Die Frage auf Facebook: „Was ist das Peinlichste, das du für die Liebe getan hast?“ provoziert sehr interessante Kommentare von vorwiegend Frauen. Tenor: Blind vertraut, alles geopfert, alles aufgeben - und bitter enttäuscht...
Praxis · 12. Januar 2022
Impfpflicht statt Informationspflicht
Die einfallslose Impfpflicht ist inzwischen heftig diskutiert und umstritten. Omikron kann sie nicht aufhalten – ist aber wahrscheinlich auch nicht nötig. Mit Sicherheit wäre sie nicht notwendig, wenn die planlos und völlig undifferenziert agierende Regierung ihre eigene Pflicht nicht sträflich vernachlässigt hätte - die Informationspflicht.
Praxis · 13. Dezember 2021
Selbstdenken oder Lernen aus der Corona-Krise
Mit COVID19 sind wir in einer völlig neuen und kritischen Situation. Nach kurzer Zeit wussten wir eines: wir wissen nichts! Erst nach und nach wurde mehr bekannt, aber noch lange wissen wir nicht genug. Die von der Politik verhängten Maßnahmen waren alle viel zu grobschlächtig – und entsprechend wirkungslos, weil undifferenziert. Intelligente Lösungen wären gefragt gewesen.
Buchbesprechungen · 06. Oktober 2021
C. G. Jung: Mandala – Bilder aus dem Unbewussten
Eine reich bebilderte Zusammenstellung von drei Aufsätzen C. G. Jungs zum Thema Mandalas und Individuation.
Spiritualität · 17. Juli 2021
Über Theorien und Wege - Traditionen und der eigene Weg
„Da streiten sich die Leut‘ herum…“ heißt es bei Johann Nestroy, dasselbe könnte man über die Esoterikszene sagen. Jede/r weiß es besser und will die anderen überzeugen. . Das kommt einerseits vom Elitedenken – sich besser fühlen als die anderen, andererseits davon, dass es nur um intellektuelle Theorien geht und nicht um Erfahrung, was das einzige Kriterium auf dem Weg ist. Wegbeschreibungen sind wichtig als Orientierung, das einzig und wirklich Wichtige ist aber das Gehen.

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