Selbstliebe

 

Es ist heute so inflationär von Selbstliebe die Rede, und das klingt doch so oft nach Selbstillusion.

 

Selbstliebe hat wie alles in der Welt zwei Seiten.

Die eine ist: Ich sollte mich selbst so wie ich bin, mit allen, auch den dunkelsten Ecken und Kanten, erkennen und lieben.

Die zweite ist: Ich sollte mich hineinlieben in das Ideal meiner selbst. In religiöser Sprache: so wie Gott mich gewollt hat.

 

Diese Sprache ist vielen zuwider, aber es besagt nur, dass dieses „Bild“ aus einem unendlich größeren Rahmen stammt, als der, in dem ich konkret lebe. Jedenfalls heißt Selbstliebe, diese Diskrepanz, die manchmal ein Abgrund ist, zwischen miserabler endlicher Realität und unendlichem Seinkönnen auszuhalten.

„Die Art, wie wir

die Welt sehen, erleben

und in ihr agieren,

hängt ab von einem

‚Denkrahmen‘.

Er zeigt den für uns wichtig gewordenen, gewohnten

Ausschnitt der Wirklichkeit.

Er schließt ein

und er grenzt aus.

In diesen Denkrahmen sind wir hineingewachsen.

Wir können aber auch

über ihn

hinauswachsen.“

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Dr. Robert Harsieber

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