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Wer fragt, was Liebe ist...

Was ist Liebe?

 

Wer sich fragt, was Liebe ist, der fragt eigentlich „Was ist Liebe für mich?“ oder „Was ist diese Liebe, die ich in mir trage?“

Wir können nämlich nur das sehen, was in uns ist. Das gilt auch für das, was wir für Liebe halten. Wir werden das, was wir in uns haben, auch im anderen sehen – selbst wenn es gar nicht da ist.

 

Wenn mir etwas fehlt, werde ich – wenn ich es vom anderen bekomme – für Liebe halten. Selbst wenn es etwas bloß Äußerliches ist. Der andere, der dieses Äußerliche für Liebe hält, wird vollkommen zufrieden sein, er wird gar nicht nach mehr suchen, an der Person als ganze ist er gar nicht interessiert, er kann sie gar nicht sehen. Er hält dieses Äußere für Liebe, und der andere hält es auch für Liebe, weil es das ist, was ihm fehlt, und weil er glaubt, seine Liebe auch in diesem Äußeren finden zu können.

 

 

Was eine Begegnung zweier Menschen sein sollte, ist damit eine total schiefe Ebene, auf der man nur ausrutschen kann. Der eine hält seine kleine Welt für Liebe, der andere glaubt, seine Liebe in dieser kleinen Welt gefunden zu haben. Eine Täuschung mit fatalen Folgen…

„Die Art, wie wir

die Welt sehen, erleben

und in ihr agieren,

hängt ab von einem

‚Denkrahmen‘.

Er zeigt den für uns wichtig gewordenen, gewohnten

Ausschnitt der Wirklichkeit.

Er schließt ein

und er grenzt aus.

In diesen Denkrahmen sind wir hineingewachsen.

Wir können aber auch

über ihn

hinauswachsen.“

Kontakt:

Dr. Robert Harsieber

Taubergasse 5-7/3/16

A - 1170 Wien

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